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Stand 2026-05-28. Zahlen und Beschreibungen folgen der Fachliteratur und nicht dem Marketingmaterial.
Die Kompartimentierungshypothese, auch Sukzessivtheorie oder Plasmidhypothese ist eine heute weitgehend aufgegebene wissenschaftliche Theorie zur Entstehung der Eukaryotischen Zelle. Sie postuliert die autogene Entstehung der membranumhüllten Zellorganellen, insbesondere der Mitochondrien und Plastiden durch Einstülpung (Invagination) der ursprünglichen Zellmembran und Abschnürung von Vesikeln, die dann spezialisierte Aufgaben übernommen haben. Diese hätten sich zu Zellkompartimenten weiterentwickelt, die schließlich zu Organellen wurden. Die eigenständige DNA der Organellen wird erklärt über ringförmige DNA-Moleküle, Plasmide genannt, oder durch vollständige Verdoppelung des Ursprungsgenoms mit anschließendem Ausfall der jeweils nicht benötigten Gene. Im Gegensatz hierzu steht die Endosymbiontentheorie, die die heute allgemein wissenschaftlich anerkannte Erklärung für die Entstehung von Mitochondrien und Plastiden liefert. Nach der Endosymbiontentheorie gehen diese Organellen auf die Aufnahme ursprünglich eigenständiger, prokaryotischer Organismen, möglicherweise durch Phagocytose, in einen Ur-Eukaryoten zurück, die anschließend als Endosymbiont in einer Symbiose, einem Zusammenleben zum beiderseitigen Vorteil, erhalten geblieben seien und sich von selbständigen Organismen zu Organellen rückentwickelt hätten. Ein wichtiges Argument für die Kompartimentierungshypothese war die Entstehung des, ebenfalls membranumhüllten, Zellkerns der Eukaryoten.
Quellen: de.wikipedia.org
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